204373Dörr Wildkamera Snapshot PRO Schkl

Alles Wissenswerte über die Wildkamera, Fotofalle für Kirrung, Fütterung, Salzlecke, Luderplatz, Suhle, Jagd, Jagdhütte im Revier und auch für Haus und Hof. Zum Fotografieren von Schwarzwild, Luchs, Damwild, Rehwild, Rotwild, Gamswild, Bär, Wolf, Fuchs, Waschbär, Dachs und allen anderen Tieren in freier Natur.
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Die verschiedenen Kameratypen

Grundsätzlich kann man die Kameras, wenn man mal die Kameras mit der herkömmlichen Bildtechnik außer acht lässt, in 2 Gruppen einteilen. Die herkömmliche Technik, bei der mit einem Film gearbeitet wird, kommt für den praktischen Einsatz nicht in Frage, da bei der Vielzahl von Aufnahmen, die gemacht werden, einfach zu hohe Kosten durch die Entwicklung der Filme entstehen würden. Die Kosten bei Digitalaufnahmen sind praktisch null und man kann diese Aufnahmen einfach verwalten, löschen oder bei Bedarf auch günstig Fotoabzüge machen lassen.

Bei den digitalen Kameras wird die Bildauflösung, das heißt die Anzahl der Punkte auf eine bestimmte Fläche, in Pixeln angegeben.  Je höher also die Pixelzahl, desto genauer und schärfer kann das Bild sein. Da aber die Anzahl der Pixel, angegeben in Megapixel (MP) nicht allein entscheidend für eine gute Aufnahme ist, sollte man darauf gar nicht so großen wert legen. Eine Kamera mit 2.0 MP kann bessere Bilder machen als eine mit 8.0 MP.

Der wichtige Unterschied liegt aber in der Art des Blitzes bei Nachtaufnahmen. Um bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen auch verwertbare Aufnahmen zu bekommen, muss in dieser Situation eine künstliche Lichtquelle für die entsprechende Ausleuchtung sorgen.

Kameras mit Blitz

Es gibt Kameras, die mit einem normalen Blitz wie bei einem herkömmlichen Fotoapparat arbeiten. Dieser Blitz ist selbstverständlich sowohl für das Wild, wie auch für den Mensch sichtbar. Für gewisse Einsätze kann das genügen, allerdings für den jagdlichen Einsatz sind diese Wildkameras unbrauchbar. Es gibt verschiedene Meinungen und Erfahrungen, ob der Blitz das Wild nun stört oder nicht. Tatsache ist, dass der Blitz vom Wild bemerkt wird und somit vorsichtige Stücke auf jeden Fall beeinflusst. Unabhängig davon ist die noch größere Gefahr, dass die Kamera von zufällig vorbeikommenden Personen bemerkt wird und eventuell entwendet oder beschädigt wird. Leider gibt es immer wieder Berührungen dieser Art und keine Stelle im Revier ist davor wirklich sicher.
Der einzige Vorteil von Wildkameras mit Blitz liegt darin, dass die Kamera auch bei Dunkelheit Farbaufnahmen macht.
Kameras mit normalem Blitz sind in der Regel etwas günstiger in der Anschaffung.

Kameras mit Infrarotblitz

Diese Kameras arbeiten, ähnlich wie die Aufheller bei Nachtsichtgeräten, mit einer Infrarotlichtquelle. Dieses Licht ist für das menschliche Auge unsichtbar und auch das Wild bemerkt anscheinend nichts. Einzig an der Kamera selbst ist an den Infrarot Leuchtdioden ein rotes Flimmern zu sehen. Das Infrarotlicht selbst hat die Eigenschaft, dass es keine Farbreflexionen gibt, was wiederum für die Kamera bedeutet, dass Aufnahmen bei Nacht, bzw. bei Einsatz des IR Lichtes nur Schwarz-Weiß dargestellt werden.
Diese Kameras eignen  sich natürlich besser für den unauffälligen Einsatz.

Relativ neu sind die Kameras mit völlig unsichtbarem Infrarotblitz. Beim “normalen” Infrarotblitz ist beim Blitzvorgang ein leichtes Glimmen der IR Dioden sichtbar. Das bedeutet, wenn jemand zufällig direkt in die Kamera schaut, wird das Glimmen gesehen. Auch besonders empfindliches Wild kann sich an dem Aufleuchten stören.
Bei den so genannten “Black” Versionen arbeitet das Licht in einem anderen Wellenbereich und wird auch noch gefiltert. Es ist absolut nichts vom Blitz zu sehen.
Allerdings geht diese Technik auf Kosten der Ausleuchtung und der Reichweite.

Videofunktion

Fast schon Standard ist die Möglichkeit, außer dem normalen Digitalbild Videoaufnahmen zu machen. Auch hier ist die Infrarotkamera ganz klar im Vorteil, da es bei Dunkelheit nicht funktioniert, mit dem herkömmlichen Blitz das Geschehene länger auszuleuchten. Die Videos sind dann zwar in schwarz-weiß, aber die für uns Jäger wichtigen Informationen bekommen wir. Die Videos haben natürlich den Nachteil, dass die Speicherkapazität stak beansprucht wird und bei vielen Bewegungen so viele Videos aufgenommen werden und der Speicher schnell voll ist. Im praktischen Einsatz hat die Videofunktion deshalb auch eher eine untergeordnete Rolle.

Serienbildfunktion

Immer beliebter wird bei den Wildkameras die Serienbildfunktion. Dadurch bietet sich die Möglichkeit auch größere Flächen, Objekte, Wege und Anlagen zu kontrollieren. Es können in fest definierten Zeitabständen, meistens schon ab ein paar Sekunden bis zu mehreren Stunden automatisch Bilder gemacht werden. Die Bilder aneinander gereiht ergeben eine Zeitrafferaufzeichnung.
Damit kann auch wunderbar das Entstehen eines Bauwerkes, das Wachsen einer Pflanze oder der Wandel in der Natur dargestellt werden.

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